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Vossloh kaufen 08.11.2007
Aktienservice Research
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Aktienservice Research" stufen die Aktien von Vossloh (ISIN DE0007667107 / WKN 766710) mit "kaufen" ein.
Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh sei mit seinen Aktivitäten in den zwei Geschäftsbereichen Rail Infrastructure und Motive Power&Components erfolgreich tätig, wie die jüngsten Quartalszahlen belegen würden. Damit bleibe das Unternehmen nach dem Vorstandswechsel im August in der Erfolgsspur. Vielleicht könnten die Investoren daher in den nächsten Monaten mit einem Anstieg des Aktienkurses in Richtung des bisherigen Allzeithochs rechnen.
Die Quartalszahlen würden zeigen, dass der in ausgewählten Märkten für Bahn-Infrastruktur und Bahntechnik tätige Konzern unverändert auf dem richtigen Weg sei. Zur Vossloh-Gruppe würden aktuell rund 80 Gesellschaften mit knapp 5.000 Mitarbeitern zählen. Diese hätten in den ersten neun Monaten 2007 zu einem deutlichen Ergebnisanstieg beigetragen. Der Umsatz habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 689,6 auf 885,4 Mio. Euro verbessert. Dies entspreche einem Plus von mehr als 28%.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von 50,1 auf 82,7 Mio. Euro geklettert. Auch hier sei das Plus von satten 65% mehr als ansehnlich. Die EBIT-Marge habe sich von 7,3% auf 9,3% verbessert. Nach Steuern habe der Konzern ebenfalls auftrumpfen und im Vergleich zum Feuer seinen Überschuss von 19,6 auf 45,9 Mio. Euro erhöhen können. Das Ergebnis je Aktie (EPS) habe von 1,33 auf 3,11 Euro zugenommen.
In den vorgelegten Zahlen seien die Umsatz- und Ergebniseffekte der französischen Européenne de Travaux Ferroviaires SA (ETF) enthalten, die mit Wirkung vom 1. Juli 2007 vollständig von Vossloh übernommen und im dritten Quartal erstmals zu 100% konsolidiert worden seien. Der zusätzliche Umsatzeffekt daraus habe im dritten Quartal aber nur 14 Mio. Euro betragen, sei also fast zu vernachlässigen. Viel wichtiger sei die Tatsache, dass beide Geschäftsbereiche von Vossloh, Rail Infrastructure und Motive Power&Components, mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im zweistelligen prozentualen Bereich zu den jüngsten Zahlen beigetragen hätten.
Da sei es nun auch nicht verwunderlich, dass der Konzern seine bisherigen Planungen für 2007 nach oben korrigiert habe. Für das Gesamtjahr rechne er nun mit einem Umsatz von 1,2 Mrd. Euro, nach bisher 1,14 Mrd. Euro. Beim EBIT erwarte man einen überproportionalen Zuwachs auf rund 118 Mio. Euro, nach bisher prognostizierten 114 Mio. Euro. Lediglich bei der EBIT-Marge müsse Vossloh wohl kämpfen. Diese könnte den jüngsten Angaben zufolge mit 9,8% knapp unter dem angestrebten Wert von 10% liegen, was zu einem wesentlichen Teil auf Einmalbelastungen, unter anderem im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von ETF, zurückzuführen sei. Für das kommende Jahr wiederum erwarte Vossloh aus heutiger Sicht einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro (bisher 1,2 Mrd. Euro) und ein EBIT von etwa 134 Mio. Euro (bisher 132 Mio. Euro).
Die Fundamentaldaten könnten sich also sehen lassen. Sie würden zugleich die Aussage des im August geschassten Ex-Konzernchefs Gerhard Eschenröder untermauern, der nach den Halbjahreszahlen für 2007 vom besten Jahr in der Firmengeschichte ausgegangen sei. Überhaupt scheine dieser einen guten Job gemacht zu haben, denn die Zahlen des dritten Quartals würden wohl noch auf sein Konto gehen, nachdem er erst Anfang 2006 auf dem Chefsessel von Vossloh Platz genommen habe.
Auch sein Vorgänger Burkhard Schuchmann habe den Konzern nicht im Frieden, sondern im Streit über die Konzernstrategie verlassen. Doch die Personalquerelen, die im August beim Rauswurf von Eschenröder am gleichen Tag an der Börse für einen Kursrutsch von mehr 12% gesorgt hatten, scheinen nun der Vergangenheit anzugehören, so die Experten von "Aktienservice Research". Man konzentriere sich wieder auf das Tagesgeschäft. So solle die Internationalisierung des Geschäfts weiter vorangetrieben werden. Aktuell belaufe sich der Umsatzanteil außerhalb Europas auf 18%. Diesen wolle Vossloh auf 30% erhöhen.
Nach den guten Quartalszahlen scheine die Aktie von Vossloh langfristig wieder interessant zu sein. Dafür spreche auch die derzeit moderate Bewertung mit einem KGV (2008e) von 14. Dies sei für diese Aktie, der so mancher Analyst schon wieder ein Kursziel von über 100 Euro vorhersage, nicht viel. Tatsache sei aber auch, dass der Kurs seit Sommer in einer Seitwärtsbewegung sei, aus der er sich noch nicht nach oben habe befreien können. Doch die zuletzt guten Nachrichten und damit verbunden die stärkere Beachtung der Analysten könnten dem Aktienkurs den nötigen Schub für einen Ausbruch nach oben geben. Gelinge er, könnte das Papier in den nächsten Monaten wieder das Allzeithoch bei 94,49 Euro in Angriff nehmen.
Die Experten von "Aktienservice Research" empfehlen die Aktie von Vossloh zu kaufen. Der Stopp-Loss sollte bei 72,80 Euro platziert werden. (Aktien Ausgabe 440 vom 07.11.2007) (08.11.2007/ac/a/d)
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